Frankfurt, 3. September 2026. Die Branche trifft sich zum KPMG Asset Management Day. Und schon die erste Frage des Tages lässt niemanden im Publikum kalt: Wo steht das Asset Management beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz wirklich, jenseits von Pilotprojekten und Ambitionen?

Die Antwort beginnt mit Zahlen. Die neue KPMG-Studie „Current State of AI im Asset Management“ wertet mehr als 640 Einzelbewertungen aus Experteninterviews mit Verantwortlichen aus dem COO-Ressort von Asset Managern, Servicing-Anbietern und Verwahrstellen aus. 75 Prozent der Häuser halten KI für kritisch oder existenzentscheidend für ihre Wettbewerbsfähigkeit. 63 Prozent stecken trotzdem noch in Test- oder Proof-of-Concept-Phasen. Und nur 12 Prozent skalieren KI bereits erfolgreich, mit messbarem Return on Investment. Zwischen Anspruch und Wirkung klafft also eine Lücke, und genau an dieser Lücke arbeitet sich der ganze Tag ab.

Auf der Bühne wird aus der Zahl eine Debatte. Christian Pellis (Amundi), Dr. Alexandra Hachmeister (Deutsche Bundesbank) und Panagiotis Erifopoulos (Metzler Asset Management) beschreiben, wie genau inzwischen jeder Teil der Wertschöpfungskette auf Effizienzgewinne geprüft wird, und wo die eigentliche Frage erst danach beginnt: Wird daraus auch ein besseres Produkt für die Kundinnen und Kunden? Ein weiterer Schritt zeichnet sich ab, wenn KI nicht nur Aufgaben abnimmt, sondern hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Je tiefer der Tag geht, desto klarer wird das gemeinsame Bild: Wert entsteht dort, wo KI ganze Prozesse neu denkt, und nicht dort, wo sie punktuell eingesetzt wird. Erfolgreiche Häuser verankern KI entlang ihrer Wertschöpfungsketten und steuern sie über Geschäftsziele und Business-KPIs statt über Nutzungszahlen. Dazu kommen die Themen, die in den Sessions zu Strategie, Geschäftsmodellen, Menschen und Kompetenzen sowie Daten und Plattformen immer wieder auftauchen. Und eine Erkenntnis, die an diesem Nachmittag mehrfach fällt: Am Ende steht der Mensch.

Zum Schluss ordnen Maren Schmitz und Kevin Naumann den Tag ein. Drei Dinge bleiben: Daten, Menschen und Governance müssen in Einklang gebracht werden. Entscheidungen müssen getroffen werden. Und dafür braucht es Mut.

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