Die 9. MaRisk-Novelle ist da – und sie verändert die Spielregeln im Risikomanagement.
Mit der Konsultationsfassung vom 1. April 2026 hat die BaFin die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) grundlegend überarbeitet: kürzer, prinzipienorientierter und mit deutlich mehr Ermessensspielraum für Institute.
Thilo Kasprowicz, Partner bei KPMG Financial Services und Experte für Bankenregulatorik, hat die Entwicklung der MaRisk über viele Jahre eng begleitet – von den Anfängen bis zur aktuellen 9. Novelle. In diesem Video ordnet er die zentralen Neuerungen ein:
Proportionalität als Leitprinzip – Die BaFin differenziert künftig klar nach drei Größenklassen (sehr kleine Institute, SNCIs und übrige LSIs). Rund 950 Institute profitieren von spürbaren Erleichterungen.
Weniger Detailregeln, mehr Eigenverantwortung – Das Rundschreiben wurde von 148 auf 82 Seiten verschlankt. Statt Checklisten stehen Prinzipien, die eigenständig interpretiert und dokumentiert werden müssen.
Vorreiterrolle auf europäischer Ebene – Deutschland geht mit gutem Beispiel voran und setzt EBA-Leitlinien zur Umwelt-Szenarioanalyse und Internen Governance konsequent prinzipienorientiert um.
Konkrete Handlungsempfehlung – Nutzen Sie die neuen Erleichterungen gezielt zur Effizienzsteigerung in der Gesamtbanksteuerung – passend zum Geschäfts- und Risikoprofil Ihres Hauses.
Über Thilo Kasprowicz: Partner bei KPMG Financial Services mit Schwerpunkt auf aufsichtsrechtliche Anforderungen für Banken. Er verantwortet die KPMG-Publikationen zu Regulatorik im Finanzsektor und ist als Referent zu Bankenaufsichtsrecht bei Konferenzen und Weiterbildungen tätig.
Diese Themen beschäftigen auch Sie? Sprechen Sie Thilo Kasprowicz und sein Team an: https://kpmg.com/de/de/kontakte/k/thilo-kasprowicz.html
Mehr zur 9. MaRisk-Novelle auf dem KPMG Klardenker: https://klardenker.kpmg.de/financialservices-hub/